ⓘ Enzyklopädie. Schon gewusst? Seite 478

Sündenpfuhl

Das Wort Sündenpfuhl bezeichnet einen Ort, an dem nach bestimmten Vorstellungen besonders "sündiges", unmoralisches oder verwerfliches Verhalten besteht. Historisch bezieht sich der Begriff dabei häufig auf sexuelle Handlungen und wird mit Lust, ...

Trolley-Problem

Das Trolley-Problem ist ein moralisches Gedankenexperiment, das in neuerer Zeit von Philippa Foot beschrieben wurde. Der Name leitet sich vom englischen Ausdruck für Straßenbahn ab. Die Entwicklung dieses Gedankenexperiments wird fälschlicherweis ...

Verdienst

Das Verdienst wird einer Person zugebilligt, deren Taten oder Wirken über ihre Pflichten hinaus ein besonderer Wert in moralischer Hinsicht zugemessen wird, insbesondere, wenn sie ohne Rücksicht auf die Folgen für das persönliche Schicksal in red ...

Verrat

Verrat ist ein besonders schwerer Vertrauensbruch, der die angenommene Loyalität verletzt. Die Bedeutung des Wortes Verrat hat sich differenziert. Während das mittelalterliche Verständnis nicht zwischen dem Verrat einer Person und einer ideellen ...

Verschwendung

Verschwendung bezeichnet den übermäßigen Verbrauch oder die ineffiziente Verwendung von Ressourcen. Beispiele dafür sind die Verschwendung von Geld, Zeit, materiellen Ressourcen, verfügbarer Fläche oder Energie. "Ineffizient" impliziert, dass man ...

Versprechen

Das Versprechen bezeichnet zwei grundsätzlich unterschiedliche Arten von Sprechakten, eine Zusage bzw. Absichtserklärung etwas falsch oder fälschlicherweise Ausgesprochenes: Versprecher und speziell Freudscher Versprecher.

Versuchung

Eine Versuchung ist der Anreiz oder die Verleitung zu einer Handlung, die reizvoll erscheint, jedoch unzweckmäßig ist, einer sozialen Norm widerspricht bzw. verboten ist. Sie kann sich auf alle Arten von Tun oder Lassen beziehen. Die begangene Ha ...

Werke der Barmherzigkeit

Im Christentum unterscheidet man verschiedene Werke der Barmherzigkeit. Sie sind eine beispielhafte Aufzählung von Handlungen, in denen sich Nächstenliebe und Barmherzigkeit äußern. Ihre exemplarische Aufzählung geht auf die Bibel zurück.

Gewalt gegen Polizisten

Gewalt gegen Polizisten umfasst alle Formen von verbaler Gewalt bis hin zu Körperverletzung und Tötung. Statistisch erfasst wird jedoch nur die enger gefasste Gewaltkriminalität. In Deutschland wurden zwischen 2001 und 2013 fast 1000 Gewaltdelikt ...

Gewaltmonopol des Staates

Das Gewaltmonopol des Staates bezeichnet in der Allgemeinen Staatslehre die ausschließlich staatlichen Organen vorbehaltene Legitimation, physische Gewalt auszuüben oder zu legitimieren. Das staatliche Gewaltmonopol gilt in Deutschland nur als "S ...

Gewaltschutzgesetz

Ein Gewaltschutzgesetz bezweckt den Schutz einer Person vor allen Formen von Gewalt im privaten und häuslichen Umfeld. Andere Rechtsordnungen verfolgen solche Gewaltakte nur im Rahmen des gewöhnlichen Strafrechts, z. B. als Körperverletzung oder ...

Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt ist körperliche, sexuelle, psychische und wirtschaftliche Gewalt bzw. Gewalttaten zwischen Menschen, die in einem Haushalt zusammen leben. Unter den Oberbegriff der häuslichen Gewalt fallen deshalb nicht nur Gewalt in Paarbeziehu ...

Körperverletzung (Deutschland)

Eine Körperverletzung ist der Eingriff in die körperliche Unversehrtheit einer Person in Form einer körperlichen Misshandlung oder einer Gesundheitsschädigung. Auch jede ärztliche Behandlung zu Heilzwecken, bei der auf irgendeine Weise in den Kör ...

Leather-Pride-Flagge

Die Leather-Pride-Flagge ist ein Symbol der homosexuellen Leder- und der BDSM-Subkultur. Die Flagge wurde von Tony DeBlase entworfen. Er stellte das Design am 28. Mai 1989 erstmals auf der US-amerikanischen International-Mr Leather -Veranstaltung ...

Misshandlung von Schutzbefohlenen

Die Misshandlung von Schutzbefohlenen ist ein Körperverletzungsdelikt, das im deutschen Strafgesetzbuch in § 225 StGB geregelt ist. Es handelt sich dabei nach gefestigter herrschender Ansicht nicht um einen Qualifikationstatbestand, sondern um ei ...

Münchner Unterstützungsmodell gegen häusliche Gewalt

Das Münchner Unterstützungsmodell gegen häusliche Gewalt ist ein Kooperationsprojekt der Polizei Bayern mit freien Trägern der Wohlfahrtspflege, das Opfern häuslicher Gewalt Beratung und Hilfe bietet und seit 1. Juli 2004 besteht. Es entstand auf ...

Narzisstische Gewalt

Narzisstische Gewalt bezeichnet ursprünglich eine spezielle Form der emotionalen Gewalt narzisstischer Eltern an ihren Kindern, die diese darin behindert, eigene Wünsche und Gefühle zu entwickeln, und stattdessen auf die Erhöhung des elterlichen ...

Norwegisches Forschungszentrum für Gewalt und traumatischen Stress

Das Norwegische Forschungszentrum für Gewalt und traumatischen Stress ist ein staatliches interdisziplinäres Forschungsinstitut in Norwegen mit Sitz in Oslo. Es konzentriert sich auf Gewalt und sexueller Missbrauch, Katastrophen, Terrorismus, bew ...

Polizeigewalt

Der Begriff Polizeigewalt wird in der Kriminologie und den Medien verwendet, um körperliche und psychische Gewalt zu beschreiben, die von Polizisten ausgeübt wird. Die Anwendung von Gewalt ist vom Gesetz nur unter bestimmten Voraussetzungen erlau ...

Sadismus

Als Sadismus im medizinischen Sinne wird bezeichnet, wenn ein Mensch Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, andere Menschen zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen. In gewissem Rahmen kann sich Sadismus auch durch tierquäleri ...

Seljonka-Attacke

Eine Seljonka-Attacke ist eine Form von Protest, Provokation oder gewalttätigem Angriff auf eine Person, die vorwiegend im Gesicht mit einer grünen Farblösung übergossen wird. In den 2010er Jahren war dies in Russland und der Ukraine weit verbrei ...

Strukturelle Gewalt

Strukturelle Gewalt bezeichnet die Vorstellung, dass Gewaltförmigkeit auch staatlichen bzw. gesellschaftlichen Strukturen inhärent sei – in Ergänzung zum klassischen Gewaltbegriff, der einen unmittelbaren personalen Akteur annimmt. In besonderer ...

Unmittelbarer Zwang

Unmittelbarer Zwang ist ein Rechtsbegriff, der die hoheitliche Einwirkung auf Personen oder Sachen mittels körperlicher Gewalt, Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder Waffen durch zuständige und befugte Amtsträger umfasst und wesentlicher Besta ...

Unruly Passenger

Ein Unruly Passenger ist ein Fluggast, der gegenüber anderen Fluggästen oder der Besatzung aggressiv oder gewalttätig wird oder das Flugzeug beschädigt oder am Flughafen randaliert. Verantwortlich ist in erster Linie Alkoholkonsum sowie weitere D ...

Handlungstheorie (Soziologie)

Die Handlungstheorie ist eine mikrosoziologische Theorie, mit deren Hilfe sich unterschiedliche Handlungen untersuchen und erklären lassen sollen. "Handlungen" in diesem Sinne sind motiviert, im Gegensatz zum rein reaktiven "Verhalten".

Drückeberger

Drückeberger bezeichnet einen Menschen, der sich der Übernahme oder Ausführung einer Tätigkeit entzieht. In der Betriebswirtschaftslehre fasst man darunter die absichtliche Leistungszurückhaltung, insbesondere von Beschäftigten. "Shirking" wird a ...

Erwartung-mal-Wert-Modell

Erwartung-mal-Wert-Modelle sind psychologische Erklärungsmodelle der Bildung von Handlungsabsicht. Sie leiten die Motivation zu einem bestimmten Verhalten aus zwei Einschätzungen ab: der subjektiven Erwartung Wahrscheinlichkeitskalkulation der Ve ...

Funktionale Fixierung

Funktionale Fixierung bezeichnet in der Psychologie die Beschränkung von Überlegungen und Handlungen auf die gewohnheitsmäßige Verwendung von Strategien und Objekten. Diese hindert uns daran, alternative Einsatzmöglichkeiten von Objekten und ande ...

Individualpädagogik

Mit Individualpädagogik wird im 19. Jahrhundert das Erziehungskonzept der Aufklärung bezeichnet, da es einen starken Fokus auf das einzelne Individuum, die Entwicklung seiner Autonomie und Selbstbestimmung, legte. Der Pädagoge Karl Mager, der 184 ...

Metakompetenz

Metakompetenz ist einerseits ein philosophischer Ausdruck und andererseits eine besondere Kompetenz, die befähigt mit eigenen und fremden Kompetenzen gut umzugehen und eine universelle Problemlöse­fähigkeit zu entwickeln.

Mitläufereffekt

Der Mitläufereffekt, auch Bandwagon-Effekt genannt, bezeichnet in der Handlungstheorie die Wirkung, die ein wahrgenommener Erfolg auf die Bereitschaft ausübt, sich den voraussichtlich erfolgreichen Handlungsweisen anzuschließen. Zum Beispiel möch ...

Moth Effect

Der Moth Effect bezeichnet die Tendenz von Fahrern auf das von ihnen fixierte Ziel zuzusteuern, wenn sich dieses durch Lichtreize von der Umgebung abhebt; beispielsweise auf am Straßenrand parkende Fahrzeuge bei Nacht oder im besonderen Rettungs- ...

Präferenzverfälschung

Die Idee der Präferenzverfälschung ist Bestandteil der vom Sozialwissenschaftler Timur Kuran in dessen Buch Leben in Lüge. Präferenzverfälschungen und ihre gesellschaftlichen Folgen formulierten Theorie über den sozialen Einfluss öffentlich erklä ...

Selbstzweck

Der Begriff Selbstzweck bezeichnet einen Vorgang oder eine menschliche Betätigung, die ihren Wert in sich selbst hat und nicht als Mittel zur Verfolgung eines anderen Zweckes dient. Das Verständnis des Begriffes hängt allerdings davon ab, was man ...

Theorie der Neural Group Selection

Die Theorie der Neural Group Selection beschreibt und erklärt die Funktion des Gehirns zur Planung und Durchführung von Handlungen auf der Basis neuerer Erkenntnisse der Neurowissenschaften. Sie wurde von dem Immunologen Gerald M. Edelman in den ...

Theorie des überlegten Handelns

Die Theorie des überlegten Handelns, auch Theorie des vernünftigen Handelns oder Theory of Reasoned Action ist ein Einstellungsmodell zur Vorhersage von Verhalten im Zusammenhang mit Einstellungen. Sie wurde 1975/1980 von Martin Fishbein und Icek ...

Verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie

Die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie wurde maßgeblich von Chester I. Barnard, Herbert A. Simon, James March und Richard Cyert Ende der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts geprägt. Sie nimmt Entscheidungen in den Blick und versteh ...

Kommunikatives Verhalten

Kommunikatives Verhalten bezeichnet die Fähigkeit eines Individuums, seine Kommunikationsformen, wie Mimik, Gestik, Sprache, Handlung, Unterlassung reaktiv in Abhängigkeit davon einzurichten, wie andere es adressieren beziehungsweise von ihm zu e ...

Biblische Zeichenhandlungen

Ein Zeichen ist in der Regel etwas sinnlich Fassbares, das auf etwas verweist und dadurch seine spezifische Bedeutung erhält. Der Begriff "Zeichenhandlungen" wird in der Forschung nicht einheitlich verwendet. Teilweise werden die Begriffe symboli ...

Spiegelparadoxon

Das Spiegelparadoxon ist ein Paradoxon, das durch diese Frage beschrieben wird: "Warum vertauscht das Spiegelbild rechts und links, aber nicht oben und unten?" Tatsächlich vertauscht der Spiegel prinzipiell nicht rechts und links, sondern die Ric ...

Gegner

Ein Gegner ist jemand, der einem anderen im Kampf gegenübersteht oder der etwas ablehnt. Der Kampf kann auch im übertragenen Sinne gemeint sein, beispielsweise im Sport oder in der Politik. Auch der wirtschaftliche Wettbewerb wird gelegentlich al ...

Genderzid

Genderzid, auch engl. Gendercide, ist eine Wortneuschöpfung aus dem englischen Begriff für Geschlecht und dem Völkermord-Synonym Genozid und bezeichnet das systematische und massenhafte Töten der Angehörigen eines spezifischen Geschlechtes. Die s ...

Konfliktkosten

Konfliktkosten sind Kosten, die durch Konflikte hervorgerufen werden. Es gibt quantitative und qualitative Konfliktkosten. Zu qualitativen Kosten zählen beispielsweise der Verlust an Lebensqualität, die Reduktion von Respekt oder Fairness, aber a ...

Konfliktmineral

Als Konfliktrohstoffe, Konfliktressourcen oder im Spezialfall Konfliktminerale englisch conflict mineral für Mineralien, allgemein conflict commodity für jegliche Handelsware bezeichnen Menschenrechtsgruppen Bodenschätze und andere natürliche Res ...

Schuʿaitat

Die Schuʿaitat sind ein im Osten Syriens in der Provinz Deir ez-Zor siedelnder arabischer Stamm. Die Schuʿaitat sind sunnitische Muslime. Der Name wird auch oft Schaitat, englisch Shaitat, seltener Shaytat oder ähnlich geschrieben. Der Vokal zwis ...

Enzyklopädiekritik

Als Enzyklopädiekritik bezeichnet man zusammenfassend Ansätze, die entweder das Vorhaben der Enzyklopädie an sich grundsätzlich in Frage stellen oder in der Enzyklopädik konkrete Einzelaspekte kritisieren. Die Enzyklopädiekritik ist eng verwandt ...

Immanente Kritik

Immanente Kritik ist ein grundlegendes hermeneutisches Verfahren der Auseinandersetzung mit philosophischen Texten, Kunstwerken und ähnlichem, bei dem der Gegenstand auf Grundlage seiner eigenen Mittel, Begriffe und Denkfiguren sowie deren Perfor ...

Kritik an Konfuzius-Instituten

Das Programm des Konfuzius-Instituts, das 2004 mit dem Aufbau von Zentren für Chinesischunterricht begann, war während seiner internationalen Expansion Gegenstand von Kritik, Bedenken und Kontroversen. Viele dieser Bedenken ergeben sich aus dem V ...

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